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ein Jahr elektro-Mobilität

Nach etwas über einem Jahr mit dem Elektroauto, und nun schon 22.333 Kilometern auf dem Tacho ist es Zeit für ein Fazit.

vor 12 Tagen

Neuester Artikel ein Jahr elektro-Mobilität Autor Marco Tralles public

Ich bin zu spät, und leider haben wir auch die 22.222 verpasst. Als ich nun mit dem Auto gefahren bin, habe ich festgestellt, dass wir 22.333 auf dem Tacho haben. Ich nehme das einmal zum Anlass das Jahr eMobility revus passieren zu lassen.

Wir haben damals™ mehrere eAutos probe gefahren und unser Freund Anders, der bei Volvo arbeitet, hatte sich sehr positiv über den Hyundai Kona geäußert, so dass wir uns letztlich auch für dieses Auto entschieden haben.

Die BAFA-Förderung hat wirklich super schnell geklappt und das Finanzamt hat die Bescheinungung über die Steuerfreiheit etwas „verklausuliert“ auch innerhalb einer Woche zugestellt. Also, genaugenommen haben Sie geschrieben, dass wir ab Ferbruar 23 € KFZ-Steuer zahlen sollen. Und gerade als ich mich darüber aufregen wollte, was diese Saftnasen sich dabei denken, schließlich sollte es ja steuerfrei sein, habe ich festgestellt, dass dort Februar 2030 steht. Also. Jetzt schon mal ein Bescheid für „in 10 Jahren“ schreiben. Deutsche Gründlichkeit.

Ach ja, die R+V Versicherung für den Kona ist auch noch deutlich billiger als die R+V für den NISAN Navara war. Hätte ich so auch nicht erwartet.

Und zu guter Letzt stellt sich heraus, die Sprit-Preise auch in dem Jahr weiter gestiegen sind - und es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Trend sich in den nächsten Zeit weiter fortsetzen wird. Auch wenn der CO₂-Preis je Tonne mit aktuell ca. 40 € noch immer viel zu gering angesetzt ist.

Statistik: Durchschnittlicher Preis für Superbenzin in Deutschland in den Jahren 1972 bis 2021 (Cent pro Liter) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wir haben diese 22.333 Kilometer fast ausschließlich mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage zurück gelegt. Trotzdem haben sich inzwischen schon eine ganze Menge apps angesammelt, die das „unterwegsladen“ irgendwie möglich machen sollen.

Ein besonderes Ärgernis ist Smoov, denn die mobility+ app zeigt Ladesäulen an, die mit der SENEC Cloud-2go funktionieren sollen, an den säulen kann man dann aber gar nicht mit der in der mobility+ hinterlegten karten tanken, sondern man muss mit der Smoov app (in der die gleiche Karte hinterlegt ist) arbeiten. Das soll dafür europaweit funktionieren. Ob dann „unser Strom“ auch in Italien getankt werden kann - keine Ahnung …

BARshare würden wir hier im Barnin wirklich gern empfehlen, aber der Service ist unfreundlich und die Preise inakzeptabel. Aber um Leuten zu zeigen, was hier geht, haben wir es trotzdem dabei. Und außerdem soll man mit der mobility+ app die Säulen nutzen können. Ausprobiert haben wir das aber noch nicht …

Und der Ladefuchs hat bei uns auch nur eine Funktion: den ganzen Irrsinn der unterschiedlichen Ladekarte bildlich zeigen zu können und ganz klar dafür zu votieren: Leute, packt euch Solar auf's Dach und eine Wallbox in die Garage und vergesst den ganzen anderen Mist. Oder ihr seid wohlhabend genug für ein Tesla, dann nutzt ihr die Supercharger und seid auch die Sorgen los.


In diesem Jahr hatten wir zwei Mal Werkstatt-Kosten. Einmal die Jährliche Inspektion, die mit knapp 75€ deutlich entspannter ausgefallen ist, als jene berühmte Inspektionsrechnung aus dem Autohaus Oertel.

Und einmal musste ein Reifen repariert werden, da wir uns ein Metallsplitter eingefahren haben. Das war's Wenn ich auf die kumulierten Auto-Kosten der letzten 12 Jahre in meinem MoneyMoney gucke, bin ich ganz postivi gestimmt.


Was bleibt noch zu sagen als Fazit? Elektromobilität ist einfach geil. Beschleunigung und Fahrspaß sind ebenso möglich wie Reichweite und Verlässlichkeit. Wir hatten bei -15°C keine Probleme im Winter - eher im Gegenteil. Sitzheizung und Abfahrtzeit-Steuerung haben mehr Komfort und Bequemlichkeit gebracht als wir vorher für Möglich gehalten haben :)

Marco Tralles

Veröffentlicht vor 12 Tagen