work. life. balance.

Arbeit Apr. 24, 2020

Wir haben #covid19 und #homeschooling findet paralel zum #homeoffice statt. Doch, um ehrlich zu sein: Ich war schon lange nicht mehr so demotiviert wie im Moment.

Vor einem Jahr wurde ein Kollege „befördert“ - und das hat mich persönlich sehr getroffen, habe ich diesen Job / diese Position gefühlt bereits seit längerem irgendwie selbst ausgefüllt. Meine Chefs haben danach mit mir gesprochen und wir haben mein Problem analysiert. basically: die Projekt Manager sehen „Senior Developer“ und akzeptieren mein Fachwissen in unserem Produkt nicht - einem Produkt das ich entwickelt und in die Firma gebracht habe.

Ich habe mir gewünscht, dass es eine transition für mich gibt, die meine „Rolle“ in der Entwicklung und des Projekts wiederspiegelt. Wir kamen überein, dass ein „Chief Software Architect“ (oder „Chief Solutions Architect“) das „Senior Developer“ ersetzen soll …

Gut ein Jahr später, heute nun, hat der Chef wieder eine State of the Union Ansprache gegeben und verwendete das erste Drittel des Annual-Meetings um die Beförderung des Kollegen zu loben. Sätzte wie „die beste Entscheidung in der Firmengeschichte“ haben mir natürlich auch deswegen besonders weh getan, weil sich meine Situation halt weiter verschlechtert hat …

Ich habe halt seit einem Jahr einen Vorgesetzten, der jederzeit meine Arbeit und Entscheidungen mit Gegenvorschlägen erschwert. Ich muss die Ideen für „mein Produkt“ nun nicht nur gegen Projekt-Manager sondern auch gegen Kollegen verteidigen. Ich finde ja eine fachlich konstruktive Auseinandersetzung sinvoll, aber so eine „ich kann das besser und mache das jetzt einfach, weil ich bin dein chef, du kümmer dich derweil mal um das andere da“-Einstellung ist demotivierend. Und da ist dann auch ein „find dich damit ab oder kündige halt, aber lass mich damit in ruhe, dass du unzufrieden bist“ ein Statement fehlenden Respekts …

Ich bin demotiviert. Und auch wenn ich wichtige Aspekte in der Software und der Company sehe, fühle ich mich kaum noch verantwortlich. Ich habe mehrfach um ein persönliches Gespräch mit meinem Chef gebeten. Und. Ja. Ich auch wenn ochj  Verständnis dafür habe, dass #covid19 ein Treffen erschwärt hätte, es wäre möglich gewesen.

Und natürlich hat diese Unzufriedenheit auch auswirkungen auf mein Leben und das Leben meiner Familie. Ich bin launisch und ungerecht. Ich bin unausgeglichen und auch zuhause „lustlos“. Das Gewächshaus, ende April noch immer nicht umgegraben. Der Rasen noch nicht einmal gemäht. Der Dachboden, noch immer nicht für den Trockenbau ausgeräumt. Der Schimmel im Bad - noch immer da. Ich habe mir zwar ein Meißel gekauft, um Putz und Fliesen abzutragen, aber das war es auch schon.

go~mus ist halt irgendwie immer noch mein Baby, auch weil ich es als MD-Dispo grundlegend konzipiert und entwickelt habe. „Es ist nicht deine Firma, nicht deine Software und nicht dein Job, dir Gedanken über die Zukunft zu machen“ hatte mir mein neuer CTO gesagt. Die Tatsache, dass mein Chef die versprochene Transition scheinbar aus den Augen verloren hat, deutet zumindest darauf hin, dass auch er sich Alex's Meinung angeschlossen hat …

Komme ich damit klar? Kann ich „eigene Ambitionen“ und „Firmenpolitik“ emotional ausbalancieren? Ich weiß es nicht. Und im Moment glaube ich es auch nicht mehr. Es ist alles so deprimierend und die aktuelle Wirtschaftslage ist nicht das beste Setting für eine notwendige Diskussionen …

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